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Wein – Die Seele Siziliens im Glas
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Wein – Die Seele Siziliens im Glas

Lucia Amato

Über diese Zutat

Wein ist mehr als nur ein Getränk: Er erzählt von sizilianischer Lebensfreude und jahrhundertealter Tradition. Entdecken Sie autochthone Rebsorten, unverwechselbare Aromen und perfekte Begleiter zu den Gerichten der Insel.

Überblick

Wein ist ein alkoholisches Getränk mit einer Geschichte, die Jahrtausende zurückreicht. Er entsteht durch die Fermentation von Trauben oder Most. Die Grundlage bildet stets die Vitis vinifera, die gemeine Weinrebe.

Das Wort Wein stammt vom lateinischen vinum ab, eine Wurzel, die sich in vielen europäischen Sprachen wiederfindet – ein Zeichen für die weltweite Bedeutung dieses Getränks.

Eine zufällige Entdeckung

Die Weinrebe wuchs schon lange vor dem Menschen wild, der dann ganz zufällig den Wein entdeckte, indem er Trauben über längere Zeit ruhen ließ.

Im Laufe der Zeit lernte der Mensch, die Rebe zu kultivieren und große Weinberge anzulegen.

Ein kurzer Blick auf den sizilianischen Wein

Archäologische Funde von alten Reben in neolithischen Siedlungen auf Sizilien belegen die jahrtausendealte Weintradition der Insel.

Der Gebrauch von Wein als Getränk lässt sich beispielsweise bei den Elimi, einer der ältesten sizilianischen Kulturen, nachweisen.

Durch die Kolonisation der Phönizier und Griechen erlebte der Weinanbau einen enormen Aufschwung, bevor die Römer die Rebe in ganz Europa verbreiteten.

Unter arabischer Herrschaft trat der Wein etwas in den Hintergrund, doch unter Normannen, Aragonesen und Bourbonen erlebte er eine neue Blütezeit. Im letzten Jahrhundert wurde er jedoch von französischen und norditalienischen Weinen etwas verdrängt.

Dies lag auch an der oft hohen Alkoholstärke der sizilianischen Weine, die ab den 1970er Jahren dank moderner Anbau- und Erntemethoden wieder an Popularität gewannen.

Heute kann Sizilien auf über hundert offiziell anerkannte autochthone Rebsorten verweisen, dazu kommen zahlreiche lokale Kleinproduktionen.

Man unterscheidet grob drei Weinregionen, die durch sogenannte „Weinstraßen“ verbunden sind – kulinarische Routen für Genießer.

Im Val di Mazara wird beispielsweise der berühmte Marsala hergestellt; im Valdemone und rund um den Ätna dominiert die Malvasia, während im Val di Noto der Nero d’Avola zuhause ist.

Abseits der Hauptinsel produziert man auf Pantelleria den geschätzten Passito DOP.

Saisonale Verfügbarkeit

Wein ist in all seinen Facetten das ganze Jahr über in Supermärkten und Fachgeschäften erhältlich.

Weinvielfalt

Die Vielfalt der Weine ist schier unüberschaubar, doch lassen sich die Sorten vor allem nach Farbe unterscheiden:

  • Weißwein, meist aus weißen Trauben, aber auch aus schwarzen Trauben hergestellt.
  • Rotwein, gewonnen durch die Fermentation des Mosts mit Schalenkontakt.
  • Rosé, bei dem der Traubensaft nur kurz mit der Schale in Kontakt kommt, was die zarte Farbe erzeugt.

Je nach Kohlensäuregehalt unterscheidet man:

  • Stillwein, ohne Perlage.
  • Perlwein, mit leichter Spritzigkeit. Bei roséartigen Perlweinen spricht man von Rosé.
  • Schaumwein, bei dem durch Zugabe von Hefen und Mineralien eine intensive Kohlensäure entsteht.

Darüber hinaus gibt es weitere Kategorien wie Bio-Wein, Passito oder Barrique-Wein.

Wein in der Küche

Wein ist nicht nur ein Genussgetränk, sondern auch ein vielseitiger Begleiter zum Essen – jede Sorte passt zu bestimmten Gerichten.

Rotwein harmoniert hervorragend mit Fleisch, während Weißwein ideal zu Fischgerichten passt.

Manche Weine sind auch für besondere Anlässe reserviert, etwa der Schaumwein, der traditionell zum Mitternachtsanstoß gereicht wird.

Wein ist zudem ein unverzichtbarer Bestandteil vieler sizilianischer Rezepte.

Er verfeinert zum Beispiel Pasta wie Spaghetti ai frutti di mare oder Linguine agli scampi, aber auch Hauptgerichte wie Kalbsbraten mit Steinpilzen oder Würste im Nero d’Avola.

Auch in der süßen Küche spielt Wein eine Rolle, etwa bei den Cassatelle di Mirabella Imbaccari oder den Fraviole di ricotta messinesi.

Kauftipps

Jeder Wein hat seinen idealen Einsatzbereich und Geschmack. Beim Kauf lohnt es sich, auf renommierte Marken zu setzen, die Qualität garantieren – auch wenn sie etwas teurer sind.

Wein richtig lagern

Nach dem Öffnen empfiehlt es sich, die Flasche mit einem speziellen Verschluss zu verschließen, um das Aroma zu bewahren.

Rotwein kann danach bei Zimmertemperatur gelagert werden, während Weißwein besser im Kühlschrank aufbewahrt wird.