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Sfince zum Josefstag (19. März) – Sizilianisches Originalrezept

Sfince zum Josefstag (19. März) – Sizilianisches Originalrezept

📖 Was ist das

Original Sfince zum Josefstag aus Palermo: luftige Brandteigkrapfen mit Ricotta, Schokolade und Zuccata. Traditionell am 19. März.

⏱️
Vorbereitungszeit
ca. 1 Stunde und 40 Minuten
🔥
Kochzeit
etwa 50 Minuten
👥
Portionen
Für 6 Personen
📊
Schwierigkeitsgrad
Mittel
💰 Günstig
🗓️ Frühling
4.70/5

🛒 Zutaten

  • 250 g Weizenmehl (Type 405)
  • 250 ml Wasser
  • 5 Eier
  • 50 g Schweineschmalz
  • eine Prise Salz
  • eine Prise Natron
  • Schweineschmalz zum Frittieren
  • 750 g Schafricotta
  • 250 g Zucker
  • 150 g kandierter Kürbis, gewürfelt
  • 150 g Zartbitterschokoladentropfen
  • kandierte Orangenschale
  • kandierte Kirschen
  • Pistazienkerne, grob gehackt

📊 Nährwertinformationen

calories
450 kcal
proteins
10 g
fats
20 g
carbohydrates
60 g
fibers
2 g
sugars
40 g
sodium
200 mg

Sfince zum Josefstag sind luftige, in Schmalz frittierte Brandteigkrapfen aus Sizilien, die großzügig mit süßer Schafricotta, Schokolade und kandierten Früchten belegt werden. Besonders in Palermo gehören sie am 19. März fest zur Feier des Josefstags. Dieses Originalrezept bewahrt die authentische Tradition und Aromenvielfalt der sizilianischen Festtagsküche.

👨‍🍳 Zubereitung

  1. 1

    Die Ricotta in einem feinmaschigen Sieb im Kühlschrank gut abtropfen lassen, bis keine Flüssigkeit mehr austritt.

  2. 2

    Die Ricotta durch ein feines Sieb streichen und in einer Schüssel mit Zucker, Schokoladentropfen und kandiertem Kürbis vermengen.

  3. 3

    Das Schweineschmalz mit Wasser und Salz in einem Topf erhitzen und zum Kochen bringen.

  4. 4

    Nach und nach das gesiebte Mehl einrühren, dabei ständig rühren, bis ein Teig entsteht, der sich vom Topfrand löst.

  5. 5

    Den Teig etwas abkühlen lassen, dann die Eier einzeln unterrühren, bis eine glatte Masse entsteht.

  6. 6

    Das Natron hinzufügen und den Teig noch einmal kurz durchkneten.

  7. 7

    Den Teig portionsweise (je 3–4 Esslöffel) im heißen Schmalz goldbraun frittieren, dabei die Sfince wenden.

  8. 8

    Die fertigen Sfince auf Küchenpapier abtropfen lassen, um überschüssiges Fett zu entfernen.

  9. 9

    Die Sfince innen und außen mit der Ricottacreme füllen und mit Pistazien, kandierten Kirschen und Orangenschale garnieren.

🧠 Das Geheimnis des perfekten Geschmacks

Das Rezept basiert auf klassischem Brandteig, bei dem Wasser und Schmalz aufgekocht und mit Mehl zu einer stabilen Masse verarbeitet werden. Durch das Einrühren der Eier entsteht eine elastische Struktur, die beim Frittieren Dampf einschließt und so das charakteristische, luftige Innenleben erzeugt. Eine konstante Temperatur von etwa 170–175 °C sorgt dafür, dass sich außen rasch eine dünne, knusprige Hülle bildet, während das Innere weich bleibt. Die gut abgetropfte Schafricotta liefert natürliche Cremigkeit und ausgewogenen Fettgehalt. Zucker verstärkt die Süße, dunkle Schokolade bringt Bitternoten, kandierter Kürbis und Orangenschale sorgen für aromatische Tiefe. Das Zusammenspiel aus knuspriger Hülle und reichhaltiger Creme verleiht den Sfince ihre gastronomische Balance und klare regionale Identität.

🛠️ Häufige Fehler vermeiden

Warum fallen meine Sfince nach dem Frittieren zusammen?

Der Brandteig war möglicherweise zu flüssig oder nicht ausreichend ausgebacken. Achte auf eine stabile Teigkonsistenz und gleichmäßige Hitze.

Warum saugen sie zu viel Fett auf?

Ist das Fett nicht heiß genug, bildet sich keine schnelle Kruste. Halte die Temperatur konstant bei 170–175 °C.

Warum ist die Ricottacreme zu weich?

Die Ricotta wurde nicht lange genug abgetropft. Mehrere Stunden im Kühlschrank in einem Sieb verbessern die Standfestigkeit.

Kann ich sie einfrieren?

Davon wird abgeraten, da die frittierte Struktur nach dem Auftauen an Knusprigkeit verliert und die Creme an Qualität einbüßt.

💡 Tipps und Variationen

  • Für ein intensiveres Schokoladenerlebnis kannst du die Schokoladentropfen durch grobe Zartbitterschokoladenstückchen ersetzen.

  • Wenn du es etwas weniger süß magst, reduziere den Zuckeranteil in der Ricottacreme, ohne die cremige Konsistenz zu verlieren.

  • Mit einem Handmixer lässt sich die Ricotta besonders luftig und samtig aufschlagen.

  • Für eine vegane Variante kannst du die Ricotta durch eine weiche Tofu-Creme ersetzen und vegane Schokoladentropfen verwenden.

  • Ein kleiner Trick: Eine Prise Salz in der Ricottacreme hebt die Aromen hervor und balanciert die Süße wunderbar aus.

📦 Aufbewahrung

  • Die Sfince in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von zwei Tagen verzehren, damit sie frisch und weich bleiben.
  • Nicht einfrieren, da sie sonst ihre typische zarte und knusprige Textur verlieren.
  • Vor dem Servieren die Sfince einige Minuten bei Zimmertemperatur ruhen lassen, damit sich die Aromen voll entfalten können.

🍷 Empfohlene Kombination

Ein Moscato di Pantelleria aus Sizilien mit ausgeprägter Aromatik und lebendiger Säure unterstreicht die Süße der Ricottacreme und balanciert die Fritturaromen. Ebenso harmoniert ein Passito di Noto, dessen konzentrierte Frucht und Frische die kandierten Komponenten elegant begleiten. Als Alternative aus Süditalien empfiehlt sich ein Greco di Bianco aus Kalabrien, dessen Honignoten und Struktur die cremige Füllung verfeinern, ohne sie zu überdecken.

Gut zu wissen

Was sind Sfince zum Josefstag?

Sfince sind sizilianische Brandteigkrapfen, die frittiert und mit süßer Schafricotta, Schokolade und kandierten Früchten belegt werden. Sie sind ein klassisches Festtagsgebäck zum Josefstag am 19. März.

Warum werden Sfince am 19. März zubereitet?

Der 19. März ist in Italien dem heiligen Josef gewidmet und zugleich Vatertag. In Sizilien sind aufwendig dekorierte Ricotta-Gebäcke ein fester Bestandteil dieser religiösen Tradition.

Sind Sfince und Zeppole dasselbe?

Nein. Beide sind mit dem Josefstag verbunden, doch Sfince sind größer, unregelmäßiger geformt und besonders in Palermo traditionell mit Ricottacreme belegt.

Kann man die Sfince im Voraus zubereiten?

Die Teigkrapfen können einige Stunden vorher frittiert werden. Die Ricottacreme sollte jedoch erst kurz vor dem Servieren aufgetragen werden, damit die Textur erhalten bleibt.

Welche Ricotta eignet sich am besten?

Schafricotta ist ideal, da sie aromatischer und cremiger ist als Kuhmilchricotta und der Füllung mehr Tiefe verleiht.

🏛️ Wissenswertes

Die Ursprünge der Sfince di San Giuseppe

Die Sfince di San Giuseppe gehören zu den bekanntesten Süßspeisen Palermos und sind das traditionelle Gebäck zum Josefstag am 19. März. Der Begriff „Sfincia“ geht auf das arabische Wort isfanj zurück, das eine lockere, schwammartige Frittelle bezeichnet. Dies verweist auf den starken arabischen Einfluss auf die sizilianische Backkunst. Ursprünglich handelte es sich um ein einfaches, in Öl ausgebackenes Teiggebäck, das zu Ehren des Heiligen zubereitet wurde.

Von der einfachen Frittelle zum Klostergebäck

Mit der Zeit wurde die schlichte Frittelle in den Klöstern Palermos weiterentwickelt. Nonnen begannen, die luftigen Teigstücke mit gesüßter Ricottacreme zu füllen und mit kandierten Früchten, Pistazien und Schokoladenstückchen zu verzieren. So entstand die heute bekannte, reichhaltigere Variante, die religiöse Tradition und handwerkliche Feinheit miteinander verbindet.

Die Bedeutung des 19. März

Die Sfince sind eng mit den Feierlichkeiten zu Ehren des heiligen Josef verbunden, einer wichtigen Gestalt der sizilianischen Volksfrömmigkeit. Am 19. März werden vielerorts festlich geschmückte Tafeln vorbereitet, die vorwiegend fleischlose Speisen enthalten, da der Tag in die Fastenzeit fällt. Die Ricottafüllung steht symbolisch für Fülle und Fruchtbarkeit, während das Frittieren Festlichkeit und gemeinschaftliche Freude ausdrückt.

Ein Meisterwerk der palermitanischen Konditorei

Besonders in Palermo gelten die Sfince als Aushängeschild traditioneller Konditoreikunst. Historische Bäckereien bewahren ihre eigenen Rezepturen sorgfältig. Die unregelmäßige, luftige Struktur des Teigs bildet die ideale Grundlage für die cremige Füllung, wodurch jedes Stück in Form und Dekoration einzigartig wirkt. Das harmonische Zusammenspiel von Süße, Frische und feinen Aromen macht sie zu einem der beliebtesten Festtagsgebäcke Siziliens.

Eine lebendige Tradition

Jedes Jahr kündigen die Sfince di San Giuseppe den Frühling an und erneuern eine jahrhundertealte Tradition. Sie sind mehr als nur ein Dessert: Sie verbinden religiöse Erinnerung, kulinarisches Handwerk und regionale Identität. Das gemeinsame Genießen am Josefstag hält ein Stück sizilianischer Kultur lebendig.

Mit den Sfince di San Giuseppe holst du dir ein Stück sizilianische Lebensfreude und Tradition direkt in deine Küche. Dieses Rezept lädt dich ein, gemeinsam mit Familie und Freunden einen besonderen Moment voller Genuss und Herzlichkeit zu erleben. Trau dich, probiere es aus – und lass dich von den Aromen Siziliens verzaubern. Viel Freude beim Backen und vor allem beim Genießen!

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