Überblick
Die Ricotta Salata ist eine besondere Ricotta-Variante, die vor allem im Süden Italiens und ganz besonders auf Sizilien weit verbreitet ist.
Es handelt sich um einen Hartkäse, der auf der Insel seit jeher nach einer einzigartigen Methode hergestellt wird, die sich deutlich von anderen Käsearten unterscheidet.
Man nennt ihn auch „trockene Ricotta“, weil er durch Trocknung mindestens 50 % seines Wassergehalts verliert.
Im Anschluss wird die Ricotta traditionell mit grobem Meersalz veredelt – ein handwerklicher Prozess, der dem Käse seinen charakteristischen Geschmack verleiht.
Ein weiterer Name für dieses Produkt ist „gereifte Ricotta“, da die Reifezeit zwischen 10 und 30 Tagen liegt.
Der Käse ist weiß und geschmacklich kräftig, oft in der typischen konischen Form eines Kegels geformt.
Varianten der Ricotta Salata
Von diesem Käse gibt es verschiedene Varianten, darunter auch geräucherte Ricotta und im Ofen gebackene Ricotta.
Die Ricotta Salata wird meist aus Schafsmilch hergestellt und ist auf Sizilien vor allem im zentral-östlichen Teil der Insel sehr beliebt.
Im westlichen Sizilien findet sie hingegen nur selten Verwendung in der Küche.
Eine besondere Variante wird mit scharfen roten Chilischoten verfeinert, die direkt bei der Herstellung hinzugefügt werden. Diese pikant gewürzte trockene Ricotta ist eine Spezialität in einigen Gerichten aus Kalabrien und Apulien.
Die sizilianische Ricotta Salata zeichnet sich durch einen kräftigen, fast scharfen Geschmack aus – perfekt für alle, die intensive Aromen lieben.
Ricotta Salata in der Küche
Die Ricotta Salata wird vor allem gerieben über Pasta verwendet, doch die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig.
Zu den Klassikern zählen Gerichte wie Pasta alla Norma und Cavatelli all’Agrigentina.
Auch in Aufläufen und herzhaften Torten macht sie eine hervorragende Figur.
Nicht zu vergessen ist die Pizza alla Norma, ein typisches Gericht aus dem Osten Siziliens, besonders aus Catania.
Aufbewahrung
Im Vergleich zur frischen Ricotta hält sich die Ricotta Salata dank ihres Salzgehalts und des geringen Wasseranteils deutlich länger – oft mehrere Wochen.