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Mandorla di Avola – Siziliens kostbarer Mandel-Schatz
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Mandorla di Avola – Siziliens kostbarer Mandel-Schatz

Anna Marino

Über diese Delikatessen

Entdecken Sie die Mandorla di Avola, eine sizilianische Spezialität mit unverwechselbarem Geschmack und wertvollen Nährstoffen, die weltweit geschätzt wird.

Die Mandel, deren Anbau in Sizilien besonders in den Regionen Agrigent, Ragusa und rund um Avola weit verbreitet ist, zählt zu den beliebtesten Nüssen überhaupt.

Die Mandorla di Avola: Ein Weltklasse-Genuss

Weltweit gibt es zahlreiche Mandelvarianten, die sich in Geschmack und Nährwert deutlich unterscheiden.

Eine der begehrtesten Mandeln ist die Mandorla di Avola – eine sizilianische Spezialität, die als Stolz der Region Syrakus gilt.

Unter dem Begriff „Mandorla di Avola“ versteht man im Wesentlichen drei Sorten:

  • Pizzuta;
  • Fascionello;
  • Romana, auch bekannt als „corrente d’Avola“.

Alle drei Sorten stammen aus der Gegend um Avola und gehören zu den edelsten Mandelcultivaren auf dem Weltmarkt.

Die frühe Blütezeit, die bereits mitten im Winter beginnt, erlaubt diesen Sorten nur in Küsten- und Tieflandgebieten zu gedeihen, wo späte Fröste selten sind.

Deshalb beschränkt sich ihr Anbaugebiet auf die Provinzen Syrakus und Ragusa – die sonnenverwöhntesten Regionen Italiens.

Unterschiede der Sorten

Romana (auch „corrente d’Avola“)

Die Romana, von Einheimischen oft „corrente d’Avola“ genannt, zeichnet sich durch eine unregelmäßige Form und eine hohe Zwillingsbildung aus.

Deshalb wird die Romana vor allem in der Konditorei verwendet.

Diese Sorte eignet sich besonders für Teige oder Süßwaren, bei denen die Mandel nicht ganz verwendet wird, wie etwa bei Confetti.

Ihr ausgeprägter süßer Geschmack macht sie ideal für die Herstellung von Pasta reale, der Grundlage für eines der sizilianischen Markenzeichen, die Frutta Martorana.

Pizzuta

Die Pizzuta besticht durch ihre glatte, harte Schale mit kleinen Poren.

Der Samen ist elliptisch und flach, mit einer markanten rotbraunen Farbe.

Diese Mandel ist perfekt für Confiserie und Konditorei, da sie eine hervorragende Qualität besitzt.

Fascionello

Die Sorte Fascionello wird meist in der Konditorei eingesetzt.

Obwohl sie nicht so schlank wie die Pizzuta ist, findet sie dank ihres feinen Dufts und ihres einzigartigen Aromas auch in der Süßwarenindustrie Verwendung.

Anbau und Ernte der Mandorla di Avola

Die Mandorla di Avola blüht zwischen Ende Dezember und Anfang Januar – also etwa zwei Monate früher als andere sizilianische Mandelbäume.

Dies verdankt sie dem besonderen Klima ihres Anbaugebiets.

Die lange Reifezeit der Mandeln sorgt dafür, dass sie mit einzigartigen Nährstoffen angereichert werden, die nur wenige Lebensmittel bieten.

Zugleich schützt die harte Schale die Mandeln vor Pilzen und Schädlingen, wodurch sie ein wahres Kraftpaket an wertvollen Inhaltsstoffen bleiben.

Ist die Mandel reif, beginnt die Ernte – ein aufwändiger, meist manueller Prozess, der heute noch nach traditionellen Methoden der sizilianischen Landwirte erfolgt.

Moderne Hilfsmittel wie das Abklopfen mit Stangen erleichtern die Arbeit, die zwischen Ende Juli und Anfang September stattfindet.

Die reifen Mandeln fallen auf große Planen, die unter den Bäumen ausgebreitet sind.

Nach der Ernte werden die Mandeln vom Fruchtmantel befreit und fünf Tage lang in der Sonne getrocknet.

Erst danach gelangen sie in die Verarbeitungsbetriebe, wo sie geschält, vom Kern getrennt und sorgfältig von Hand sortiert werden.

Die Mandeln können auch blanchiert werden, um die dünne Haut zu entfernen – ein zusätzlicher Verarbeitungsschritt, der das Schälen für den Endverbraucher erleichtert.

Die Mandorla di Avola – Herzstück der traditionellen sizilianischen Konditorei

Im Folgenden eine Auswahl der bekanntesten sizilianischen Mandel-Spezialitäten.

Diese Köstlichkeiten entstehen dank der Fülle und Qualität der Mandeln aus der Region Avola.

Pasta reale

Eine feine Masse aus gemahlenen süßen Mandeln, Zucker und Wasser, die zu einem geschmeidigen, aromatischen Teig verarbeitet wird – die Basis für die berühmte Frutta Martorana.

Torrone

Obwohl viele Forscher den Ursprung des Torrone im Nahen Osten sehen, ist die heute weltweit bekannte Variante eng mit der sizilianischen Konditoreitradition verbunden.

Sein unverwechselbares Aroma verdankt der Torrone den besonders geschmackvollen Mandeln.

Cubbaita

Ein weiterer sizilianischer Klassiker, bei dem langsam Honig, Mandeln und Sesam zu einer knusprigen Süßigkeit vereint werden.

Cassata

Auch die Cassata hat vermutlich arabische Wurzeln, was sich schon am Namen zeigt, der vom arabischen Wort qas’at für „runde Schale“ stammt.

Mandeln-Granita

Zum Schluss die klassische sizilianische Mandeln-Granita – ein einzigartiges Geschmackserlebnis, das in Eisdielen in ganz Italien und weltweit oft vergeblich versucht wird nachzuahmen, da die legendären Mandorla di Avola fehlen.

Die Liste der sizilianischen Mandel-Desserts ließe sich endlos fortsetzen.

Fest steht: Die Mandorla di Avola gehört zu den bedeutendsten kulinarischen Schätzen Siziliens.

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