Überblick
Die Artischocke (Cynara Cardunculus) ist eine krautige Pflanze aus der Familie der Korbblütler, deren noch unreife Blüten und ein Teil des Stängels gegessen werden.
Besonders geschätzt wird das zarte Herz der Blüte, das durch seinen feinen Geschmack besticht.
Dieses Gemüse ist reich an wertvollen Inhaltsstoffen wie Kalium, Kalzium, Phosphor, Eisen, verschiedenen B-Vitaminen, Vitamin A, C, E, K, J sowie Beta-Carotin.
Darüber hinaus punktet die Artischocke mit einem hohen Ballaststoffgehalt, sehr wenig Fett und einem ausgewogenen Verhältnis von Kohlenhydraten und Proteinen.
Der Energiegehalt ist moderat, aber nicht der niedrigste unter den Gemüsesorten.
Die empfohlene Tagesmenge liegt bei etwa 200 bis 400 Gramm Artischocken (30–60 kcal).
Saisonalität
Januar, Februar, März, Dezember.
Artischoken-Varianten
Es gibt zahlreiche Artischockensorten, die sich vor allem durch ihre Stacheligkeit unterscheiden lassen.
Die bekanntesten Sorten sind:
- Spinoso di Albenga: eine besonders edle Variante;
- Spinoso di Sicilia: rundlich und fleischig, schmeckt roh ebenso gut wie frittiert;
- Spinoso di Liguria: mit ovaler Form;
- Veneto di Chioggia: hell gefärbt, wird gekocht oder frittiert gegessen;
- Violetto di Toscana: violett gefärbt und länglich, ideal zum Braten oder Schmoren;
- Violetto di Catania: mit violetten Blättern, die in Italien am weitesten verbreitete Sorte;
- Paestum: rund mit dunkelroten Blättern;
- Romanesco: groß und zart, grün-violette Blätter, wird vor allem nach jüdischer oder römischer Art zubereitet.
In Sizilien ist besonders die „Violetto“-Variante bekannt, die je nach Anbaugebiet unterschiedliche Namen trägt: Violetto catanese oder ramacchese, Violetto gagliardo, Violetto niscemese, Violetto siracusano oder Artischocke von Lentini, Violetto del Val di Noto oder glatte sizilianische Art, um nur einige zu nennen.
Hoch geschätzt sind auch die stacheligen Sorten aus der Piana di Buonfornello, Cerda und Campofelice di Roccella.
Auch aus der Region Agrigent, besonders Menfi, stammen hervorragende stachelige Artischocken.
Artischocken vorbereiten
Vor dem Verzehr werden die äußeren, harten Blätter der Artischocke entfernt und ein Teil des Stängels geschält.
Außerdem schneidet man die oberen, ebenfalls festen Spitzen der inneren Blätter ab und entfernt die feinen Härchen (die sogenannte „Barbetta“) im Inneren.
Da Artischocken schnell oxidieren und braun werden, legt man sie am besten sofort nach der Vorbereitung in Wasser mit etwas Zitronensaft.
Auch die Hände verfärben sich leicht beim Schälen, daher empfiehlt es sich, Handschuhe zu tragen oder die Hände mit Zitronensaft zu befeuchten.
Für ausführlichere Tipps zur Reinigung von Artischocken finden Sie auf unserem Blog eine detaillierte Anleitung.
Verwendung in der Küche
Die Einsatzmöglichkeiten der Artischocke in der Küche sind vielfältig: Dieses delikate Gemüse lässt sich auf unzählige Arten genießen.
Hier seien einige Klassiker genannt, wie Artischocken im Teigmantel, â viddanedda (eine sizilianische Zubereitungsart), Artischocken mit Zitrone oder in Tomatensauce.
Auf unserem Blog entdecken Sie viele weitere kreative und traditionelle Rezepte rund um die Artischocke.
Tipps zum Kauf
Achten Sie beim Kauf stets auf Artischocken mit fest geschlossenen Spitzen und fleischigen, glänzenden Blättern.
Auch der Stängel sollte fest und nicht welk sein.
Aufbewahrung
Artischocken lassen sich im Gemüsefach des Kühlschranks gut lagern und bleiben dort länger frisch.
Gekochte Artischocken sollten innerhalb von 2 bis 3 Tagen verzehrt werden.