Überblick
Brokkoli ist eine Kohlsorte, bei der die noch unreifen Blütenstände gegessen werden.
Dieses dunkelgrüne Blattgemüse gehört zur Familie der Brassicaceae, zu der auch Blumenkohl, Kohl und Rosenkohl zählen.
Typisch ist die große grüne Blüte, die sogenannte „Krone“, die auf einem grünen Stiel wächst.
Die Brokkolikrone besteht aus vielen kleinen Blüten, die von fleischigen, festen grünen Blättern umhüllt sind.
Der Stiel ist meist essbar, kann aber etwas faseriger sein als die Krone.
Brokkoli wird in der Regel geerntet, wenn die Krone noch kompakt ist und die grünen Blätter die Blüten fest umschließen.
Dieses vielseitige Gemüse kann roh oder gegart genossen werden.
Besonders beliebt sind Zubereitungen wie Dampfgaren, Kochen, Pfannenrühren oder Grillen. Brokkoli findet sich oft in Suppen, Salaten, Eintöpfen und Pastagerichten wieder.
Auch Brokkolisprossen gewinnen zunehmend an Beliebtheit als Zutat in Salaten oder vegetarischen Gerichten.
Brokkoli wird in verschiedenen Regionen Italiens angebaut. Die Römer brachten ihn einst aus dem griechisch-türkischen Mittelmeerraum auf die italienische Halbinsel.
Saisonalität
Die Saison für Brokkoli variiert je nach Anbaugebiet, liegt aber meist im Winter und Frühling.
In Europa und Nordamerika sind Brokkoli typischerweise von Oktober bis Juni erhältlich, mit dem Höhepunkt zwischen November und Mai. Dort gilt Brokkoli als klassisches Wintergemüse.
In wärmeren Regionen kann Brokkoli sogar ganzjährig verfügbar sein.
So wird er in Teilen Asiens und Afrikas auch im Sommer angebaut.
Wer saisonalen Brokkoli kauft, profitiert von besserer Qualität und günstigeren Preisen.
Außerdem hilft der Kauf regionaler und saisonaler Produkte, den ökologischen Fußabdruck durch Transport und Lagerung zu reduzieren.
Brokkoli-Varianten
In Europa gibt es über 150 Brokkolisorten. Zu den bekanntesten zählen:
- Grüner Brokkoli: die häufigste Sorte mit kompakter dunkelgrüner Krone und dünnem, langem Stiel.
- Romanesco: mit seiner einzigartigen, kegelförmigen, grünen Krone aus kleinen Spitzen. Er schmeckt süßlich und hat eine knackige Konsistenz.
- Chinesischer Brokkoli: auch Gai Lan genannt, mit dunkelgrünen Blättern und dünnem Stiel. Er ist süßlich im Geschmack und knackig.
- Violetter Brokkoli: mit violetter Krone und grünen Blättern. Er ähnelt dem grünen Brokkoli, ist aber milder und süßer.
- Brokkoli-Rübe: eine wurzelartige Brokkolisorte, ähnlich dem Kohlrabi. Mit dunkelgrüner Krone und großen Blättern schmeckt er süßer und leicht herb im Vergleich zum grünen Brokkoli.
- Broccolini: auch „Baby-Brokkoli“ genannt, mit kleineren Blüten und dünneren Stielen. Er hat einen zarten, süßen Geschmack und eine knackige Textur.
Jede Brokkolisorte bringt ihren eigenen Geschmack und ihre besondere Konsistenz mit und lässt sich vielfältig in der Küche einsetzen.
In Italien sind besonders der große, leuchtend grüne Romanesco, der sizilianische Violette, der frühe Brokkoli aus Verona, der Kalabreser und der Bronzino aus Albenga beliebt.
Nährwerte
Brokkoli ist ein wahres Supergemüse, reich an wichtigen Nährstoffen wie Vitamin C, K, A, Folsäure, Kalzium, Kalium, Eisen und Ballaststoffen.
Hier ein Überblick über die Nährwerte von rohem Brokkoli pro 100 Gramm:
- Kalorien: 34
- Eiweiß: 2,8 Gramm
- Kohlenhydrate: 6 Gramm
- Ballaststoffe: 2,6 Gramm
- Fett: 0,4 Gramm
- Vitamin C: 89,2 Milligramm (149 % des Tagesbedarfs)
- Vitamin K: 101,6 Mikrogramm (127 % des Tagesbedarfs)
- Vitamin A: 623 IE (12 % des Tagesbedarfs)
- Folsäure: 63 Mikrogramm (16 % des Tagesbedarfs)
- Kalzium: 47 Milligramm (5 % des Tagesbedarfs)
- Kalium: 316 Milligramm (9 % des Tagesbedarfs)
- Eisen: 0,7 Milligramm (4 % des Tagesbedarfs)
Darüber hinaus enthält Brokkoli wertvolle Pflanzenstoffe wie Glucosinolate und Carotinoide, die antioxidative und entzündungshemmende Wirkungen haben.
Brokkoli vorberaiten
So reinigen Sie Brokkoli einfach und schnell:
- Stiel abschneiden: Schneiden Sie den Stiel mit einem Messer ab. Nur der innere Teil des Stiels ist zart, die äußere Schicht kann holzig sein und sollte entfernt werden.
- Blütenstände teilen: Teilen Sie die Krone in kleinere Röschen, damit sie leichter zu waschen sind.
- Gründlich waschen: Spülen Sie die Brokkoliröschen und die verwendeten Stielteile unter kaltem Wasser ab, um Erde und Schmutz zu entfernen. Bei starkem Schmutz können Sie sie auch einige Minuten einweichen.
Verwendung in der Küche
Brokkoli steckt voller wertvoller Inhaltsstoffe – um Geschmack und Nährstoffe bestmöglich zu erhalten, empfiehlt sich das Dampfgaren.
Er eignet sich hervorragend als Beilage oder für Saucen zu Pasta. Auch in der Pfanne mit Knoblauch und Chili gebraten, in Backteig frittiert oder sogar roh als Dip-Gemüse ist er ein Genuss.
In der sizilianischen Küche ist Brokkoli durchaus präsent, wobei dort meist mit „Brokkoli“ der Blumenkohl gemeint ist. Der eigentliche Brokkoli wird in Sizilien oft sparaceḍḍu oder smuzzatura genannt.
Unsere liebsten sizilianischen Brokkoli-Rezepte finden Sie in unserer Sammlung.
Tipps zum Kauf
So erkennen Sie frischen und hochwertigen Brokkoli:
- Achten Sie auf eine feste, kompakte Krone mit leuchtend dunkelgrüner Farbe ohne gelbe Stellen.
- Der Stiel sollte fest, gesund und grün sein, ohne Verfärbungen oder weiche Stellen.
- Die Blütenstände müssen geschlossen und frei von Welk- oder Schimmelspuren sein.
- Vermeiden Sie Brokkoli mit Druckstellen oder matschigen Stellen, die auf Alter oder schlechte Lagerung hinweisen.
- Kaufen Sie möglichst saisonalen Brokkoli, der frischer und günstiger ist.
- Wenn möglich, greifen Sie zu Bio-Brokkoli, der ohne Pestizide angebaut wurde.
- Prüfen Sie das Ernte- oder Mindesthaltbarkeitsdatum, um sicherzugehen, dass das Gemüse frisch ist.
Aufbewahrung
So bewahren Sie Brokkoli richtig auf:
- Im Kühlschrank lagern: Brokkoli bleibt am längsten frisch, wenn er im Kühlschrank aufbewahrt wird. Am besten in einer Plastiktüte oder einem luftdichten Behälter im kältesten Fach.
- Ganz lagern: Ganze Brokkoliköpfe halten sich besser als bereits zerteilte Röschen. Wenn Sie ihn nicht sofort verwenden, lassen Sie ihn ganz.
- Vor der Lagerung nicht waschen: Feuchtigkeit fördert die Zersetzung, daher Brokkoli erst vor der Zubereitung waschen.
- Innerhalb von 4-5 Tagen verbrauchen: Brokkoli ist empfindlich und sollte möglichst frisch gegessen werden.
- Einfach einfrieren: Für längere Haltbarkeit Brokkoli kurz blanchieren und dann einfrieren. So bleibt er 8 bis 12 Monate genießbar.